11 Jul 17

Der richtige Mensch am richtigen Arbeitsplatz? Teil 4

Im Beitrag vom 30.05.2017 zeigt ein Beispiel aus meinem Arbeitsalltag, wie schwer sich einige auf Unternehmensseite bei der Personalgewinnung tun. Der zweite Beitrag vom 13.06.2017 beschreibt die Entwicklung in der Personalarbeit bei Logistik und Vertrieb. Teil 3 widmet sich Ursache und Wirkung, die erzielt werden, wenn Menschen die Unternehmenskultur leben.

Menschen zu finden, die eine wirkliche Verstärkung der Teams darstellen, wird immer aufwendiger und gleichzeitig immer wichtiger, um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern.
Die aufwendige Suche lohnt sich? Ja!

Beispiel 3

Motivation und Engagement der Teammitglieder steigen und bleiben dauerhaft überdurchschnittlich hoch

Kreative Ideen und Eigeninitiative nehmen zu. Eine Sachbearbeiterin eines Transportunternehmens am Freihafen Hamburg meldete seit Jahren monatlich KPIs an die Zentralverwaltung des Unternehmens. Dazu suchte sie sich aus dem hauseigenen Sendungs- und Kundenmanagementprogramm mühsam Zahlen zusammen. Sie kannte weder die Bedeutung der Zahlen oder deren Herkunft. Noch wusste sie, wozu sie diese KPI melden sollte. Es war eine monatliche lästige Reportingaufgabe. Das Team, dass diese Sendungs-, Kunden- und Lademitteldaten in das System erfasste -oder eben auch nicht erfasste- wusste nicht, was die Kollegin monatlich meldete. Gemeinsam erarbeiteten wir den Weg der Daten, deren Aussagekraft über Menge und Qualität, Kosten, Nutzen. So hatte die Mannschaft verstanden, wozu die Erreichung bestimmter Qualitätskennzahlen wichtig ist und wie die Kennzahlen beeinflusst werden konnten. Die MitarbeiterInnen erhielten den Auftrag, das Vertrauen und die Möglichkeit in Ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Es startete ein Perpetuum Mobile: Unaufgefordert kamen von da an permanent Verbesserungsideen und -maßnahmen aus dem Team. Der Standort stieg vom Ende der europaweiten Rankingliste aller Niederlassungen des Unternehmens auf Platz 1 und blieb dort uneinholbar. Diese hohe Servicequalität, Produktivität und das  große Kostenbewußtssein hätten schon zehn Jahre früher erreicht werden können, wenn man den Mitarbeitern erlaubt hätte, Ihre Stärken einzubringen, statt sie (gewollt?) in Unwissenheit über Zusammenhänge zu lassen.

Die unterschiedlichen Charaktere und Kompetenzen der Teammitglieder in den jeweiligen Verantwortungsbereichen haben sich gegenseitig ergänzt und die Mannschaft zu vorher ungeahnten Leistungssteigerungen befähigt.

In wieweit führt ein betriebliches Vorschlagswesen oder der hochgelobte und immer häufiger installierte kontinuierliche Verbesserungsprozess zu kreativen Ideen und Motivation der Mitarbeiter?

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