Vorbereitung auf neue EU-Vorgaben
Die zunehmende Digitalisierung der Intralogistik hat zwar die Effizienz und Flexibilität von Produktions- und Distributionsprozessen erheblich verbessert, jedoch auch neue Sicherheitsrisiken mit sich gebracht. Cyberangriffe auf vernetzte Systeme, wie sie immer häufiger in der Industrie vorkommen, stellen eine der größten Bedrohungen für Unternehmen dar. Angesichts der neuesten regulatorischen Anforderungen müssen Unternehmen heute mehr denn je sicherstellen, dass ihre Systeme gegen Cyberbedrohungen gewappnet sind.
Die neue Maschinenverordnung der EU und der Cyber Resilience Act machen klare Vorgaben für die Cybersicherheit von Maschinen und Anlagen. Ab 2027 wird es für Betreiber nicht mehr ausreichen, ihre Anlagen lediglich mechanisch instand zu halten. Stattdessen werden ganzheitliche Sicherheitsstrategien gefordert, die auch Software, Kommunikationstechnik und vernetzte Infrastrukturen umfassen. Damit steigen die Anforderungen an die Betreiber von Intralogistikanlagen erheblich.
Die neuen EU-Vorgaben: was Unternehmen beachten müssen
Ab 2027 müssen Betreiber automatisierter Anlagen digitale Risiken bereits in der Entwurfsphase berücksichtigen. Dazu gehört eine kontinuierliche Risikobewertung, insbesondere wenn Softwareänderungen vorgenommen oder neue Funktionen integriert werden. Die Maschinenverordnung fordert, dass alle relevanten Sicherheitsaspekte in den gesamten Lebenszyklus einer Anlage integriert werden, was sowohl neue technische als auch organisatorische Maßnahmen notwendig macht. Ein zentraler Bestandteil der neuen Vorgaben ist die Verantwortung der Betreiber für die digitale Resilienz ihrer Systeme. Dazu gehören Maßnahmen wie regelmäßiges Patchmanagement, Zugriffskontrollen, sichere Updateverfahren und ein kontinuierliches Monitoring. Dies stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen, da die Anforderungen nicht nur einmalig, sondern fortlaufend erfüllt werden müssen.
Für Unternehmen, die bereits über Intralogistikanlagen verfügen, stellen sich einige Fragen. Wie können sie den neuen Anforderungen gerecht werden, ohne dass der laufende Betrieb gefährdet wird? Und wie lässt sich die Sicherheit der Bestandsanlagen ohne umfangreiche Investitionen und Systemausfälle verbessern? Die Antwort auf Fragen wie diese liegt in der engen Zusammenarbeit mit spezialisierten Systemintegratoren, die nicht nur technische Expertise, sondern auch ein tiefes Verständnis für die neuen regulatorischen Anforderungen mitbringen.

Sicherheit als Service: Lösungen für die Zukunft
Ein zentraler Baustein der Serviceleistungen spezialisierter Dienstleister ist ein Softwarewartungsvertrag, der über die reine Fehlerbehebung hinausgeht. Hierbei werden regelmäßige Sicherheitsupdates für Betriebssysteme, Datenbanken und Laufzeitumgebungen geplant, getestet und in enger Abstimmung mit den Kunden umgesetzt. Ein vierteljährlicher Health Check sorgt für Transparenz hinsichtlich des Systemzustands und dokumentiert den aktuellen Patchstatus.
Zusätzlich bieten viele Anbieter vorausschauende Wartungsstrategien, wie den sogenannten Automation-Check-up. Dieser umfasst eine systematische Analyse von Störmeldungen und eine detaillierte Bewertung der Softwarestände von Automatisierungskomponenten. Daraufhin werden Maßnahmen zur Optimierung und Risikoabsicherung empfohlen, die auch sicherheitsrelevante Softwareupdates beinhalten – eine Anforderung, die die neue Maschinenverordnung ausdrücklich stellt.
Für Unternehmen, die ihre Anlagen langfristig digital resilient gestalten möchten, ist auch die Migration veralteter Steuerungssysteme ein wichtiger Schritt. Die Umstellung auf moderne Systeme wie das TIA-Portal ermöglicht den Einsatz aktueller Hardware und sicherer Kommunikationsprotokolle, was die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit der gesamten Intralogistikanlage erhöht.

Cybersecurity muss zentraler Bestandteil der Intralogistik werden
Die neuen EU-Regularien und der Cyber Resilience Act verändern den Umgang mit Cybersicherheit in der Intralogistik grundlegend. Cybersicherheit ist nicht mehr nur eine Option, sondern eine gesetzlich verankerte Pflicht. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Intralogistikanlagen so auszurichten, dass sie über den gesamten Lebenszyklus hinweg sicher betrieben und regelmäßig überprüft werden.
Automatisierungsspezialisten wie Unitechnik unterstützen Unternehmen dabei, ihre Sicherheitsstrategien rechtzeitig umzusetzen. Dazu gehören etwa Wartungs- und Migrationskonzepte, die helfen, Systeme an aktuelle technische und regulatorische Anforderungen anzupassen.
Die Intralogistik steht vor einer entscheidenden Herausforderung: Eine frühzeitige Investition in Cybersecurity schützt über die eigenen Systeme hinaus auch die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Interessierte können sich hier über Dienstleistungen informieren, die die Resilienz von Intralogistikanlagen erhöhen: https://www.unitechnik.com/logistiksysteme/customer-service.html


Leave a Reply