Rückblick zum 225. Treffen der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg im KV-Terminal der DUSS am 8.6.2026
320 Tonnen schwer und doch leise – wie heute zwischen Schiene und Straße umgeschlagen wird
Dankbar war, wer sich in luftiger Kleidung zum KV-Terminal begeben hatte, denn die Sonne wollte uns beste Sicht auf jeden Winkel des Terminals ermöglichen. Nach dem alle Teilnehmenden mit Schutzhelm und Weste ausgestattet waren, konnten wir der Wärme mit gekühlten Getränken im Schatten des DUSS-Eventcontainers – eigens für unser Treffen von unseren Gastgebern aus Hamburg Billwerder herangeschafft – etwas entgegensetzen.
Matthias Asse, Leiter Region Nord-Ost, gab uns einen Einblick in die Entwicklung des Terminals und einen Überblick über die Umschlagskapazitäten. Zur Rekapitulation: Rund 40 Züge werden in der Woche umgeschlagen. Während in den Nachmittagsstunden mitunter die Abfertigung des geballten LKW-Aufkommens eine Herausforderung ist, hat das Terminal noch freie Kapazitäten. Das ermöglicht die letzte große Erweiterung der Umschlagskapazität mit der Inbetriebnahme eines neuen Portalkrans. Somit be- und entladen mittlerweile ganze drei Portalkräne die Züge, die in ganzer Länge auf die vier Gleise auffahren können. Die Spitzenelektrifizierung ermöglicht zudem ein rangierfreies Ausfahren der Züge, wenn auch die Praxis manchmal noch etwas aufwändiger ist. Anschließend ging es, aufgeteilt in zwei Gruppen, gemeinsam mit Michelle Lauer (Leiterin Terminals Großbeeren, Erfurt und Leipzig) sowie Hrn. Mingram (Betriebsleiter Großbeeren) zu Fuß durch das Terminal und ganz hinauf auf den Portalkran und auch hinein (in die Führerkabine), um den Verladevorgang aus der besten Perspektive zu erleben. Der Koloss bewegte sich mit außerordentlicher Geschmeidigkeit. Und wer hätte gedacht, dass das sicherheitsrelevante Piepen das lauteste Geräusch am arbeitenden Portalkran ist?
Der weitere Austausch während und nach dem Rundgang (dann gestützt durch ein paar Snacks) war selbstredend und diskutiert wurden laufende Maßnahmen und zukünftige Möglichkeiten der weiteren Effizienzsteigerung im Terminalbetrieb (z.B. Terminal Operating System, Zeitfenstermanagement, Schienenvideotore mit Bildauswertung) sowie Herausforderungen und Potenzial des Schienengüterverkehrs.
Ein großer Dank geht an unsere Gastgeber, Michelle Lauer, Matthias Asse, Stephan Mingram und Hrn. Ionescu, die uns diesen einmaligen Einblick (und Ausblick) ermöglicht haben. Die Regionalgruppe Sachsen wird mit einer Folgeveranstaltung im Terminal Leipzig im Spätsommer anschließen. Wer also den direkten Vergleich sucht oder die Fahrt auf dem Portalkran verpasst hat, findet hier Gelegenheit.