Rückblick zum 252. Treffen der BVL Regionalgruppe Rhein/Main am 16.09.2026
„Terminal 3: Wo der Urlaub schon vor dem Abflug beginnt“
20 Teilnehmer, strahlender Sonnenschein und ein Ziel, das derzeit zu den spannendsten Logistik- und Infrastrukturprojekten Deutschlands zählt: das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen.
Bereits die Anreise war Teil des Erlebnisses. Mit der neuen SkyLine ging es von den Flughafenbahnhöfen direkt zum Terminal 3. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto vor dem ikonischen FRA-Schriftzug auf der Vorfahrt der Abflugebene startete unsere exklusive Besichtigung mit Andreas Naujoks von Fraport.
Statt Zahlenkolonnen und Bauplänen stand dabei der Blick des Passagiers im Mittelpunkt. Andreas führte uns entlang des gesamten Passagierprozesses, vom Check-in über die Sicherheitskontrolle bis zur Passkontrolle. Besonders beeindruckend waren die neuen Self-Service-Bag-Drop-Anlagen. Der Gepäckaufgabeprozess dauert hier nur einen Bruchteil der Zeit eines klassischen Check-ins. Das spart nicht nur den Reisenden wertvolle Urlaubsminuten, sondern auch dem Flughafen erhebliche Flächen, die nun deutlich produktiver genutzt werden können.
Architektonisch orientiert sich das Terminal an einem modernen Marktplatz-Konzept, bei dem Aufenthaltsqualität und Orientierung im Mittelpunkt stehen. Der rund 6.000 Quadratmeter große Marketplace wurde gezielt so gestaltet, dass Wartezeit nicht als verlorene Zeit empfunden wird, sondern als Teil der Reise.
Und tatsächlich: Überraschend viel an diesem hochmodernen Flughafen wirkt angenehm unaufgeregt und fast schon "deutsch". Natürliche Materialien wie Holz, Leder und Terrazzo prägen das Erscheinungsbild. Große Fensterflächen sorgen für Tageslicht, wechselnde Kunstausstellungen schaffen Atmosphäre und viele Kunstwerke können sogar direkt erworben werden.
Dazu kommen Angebote für nahezu jede Stimmungslage: Arbeitsbereiche für die letzten E-Mails vor dem Boarding, Rückzugsorte zum Entspannen, großzügige Gastronomie- und Einzelhandelsflächen und sogar ein Spielbereich mit einem überdimensionalen Dackel als Kletter- und Erlebnislandschaft. Die Botschaft ist klar: Der Urlaub soll nicht erst im Flugzeug beginnen.
Natürlich führte der Rundgang auch durch die Sicherheits- und Passkontrollbereiche. Spätestens dort wurde deutlich, wie viel Technologie heute im Hintergrund arbeitet, damit Millionen von Passagieren möglichst reibungslos reisen können.
Auch ich war übrigens mit dabei. Meine Rolle beschränkte sich diesmal allerdings weitgehend darauf, interessiert zuzuhören. Das kam der Aufnahmefähigkeit der Gruppe vermutlich zugute. Wer mich lieber reden hört, bekommt in diesem Jahr noch eine weitere Gelegenheit: Eine Veranstaltung rund um das Thema Luftfracht ist bereits in Planung.
Den Abschluss bildete ein weiteres Gruppenfoto an einem der neuen Selfie-Spots des Terminals: dem goldenen Gartenzwerg. Davon gibt es im Terminal 3 mehrere. Schließlich sollen nicht nur Passagiere abgefertigt, sondern auch Erinnerungen geschaffen werden.
Das Fazit der Teilnehmenden fiel jedenfalls eindeutig aus: beeindruckende Architektur, durchdachte Prozesse und ein Flughafen, der weit mehr sein möchte als ein Ort zwischen Parkhaus und Gate. Terminal 3 ist ein Erlebnis. Und zwar schon lange bevor das Flugzeug abhebt.