Rückblick auf das 173. Treffen der BVL Regionalgruppe Franken am 21.07.2026
Von Erlangen in die ganze Welt: die BVL-Regionalgruppe Franken zu Gast bei DHL Express
Rund 6.500 eingehende und rund 9.000 ausgehende Sendungen bewegt der DHL-Express-Standort in Erlangen-Frauenaurach täglich, verteilt auf 152 feste Touren. Von hier aus gehen sie per Express rund um den Globus. Am 21. Juli 2026 öffnete DHL Express für die BVL-Regionalgruppe Franken die Tore zu einem exklusiven Blick hinter die Kulissen, gemeinsam gestaltet mit dem Erlanger Tech-Unternehmen metrilus. Die zwölf Plätze waren schnell vergeben, die Veranstaltung ausgebucht.
Nach Registrierung und einer kurzen Safety Minute begrüßten Johannes Rebelein und Timo Petschner, die Sprecher der Regionalgruppe Franken, die Teilnehmenden und stimmten auf einen Vormittag zwischen Theorie und Praxis ein.
DHL Express: mit Innovation ein starker Partner für die Zukunft
Unter diesem Titel gaben Annett Markmann und Bastiaan Turner Einblick in den Standort und die Unternehmenskultur der DHL Express. Eröffnet wurde der Standort im Hafen von Erlangen im Spätsommer 2015. Die Halle misst 150 mal 37,5 Meter, rund 5.625 Quadratmeter, dazu kommt ein Mezzanine über etwa die halbe Fläche. Betrieben wird von 15 Uhr bis 10 Uhr des Folgetages, Montag bis Samstag. Organisationstalent und ein eingespieltes Team sind Garanten für einen reibungslosen, erfolgreichen Ablauf.
Das international agierende Unternehmen ist sich seiner Verantwortung bewusst. Wo möglich, setzt das Unternehmen Innovationen ein, um zum Beispiel bei der Luftfracht wertvollen Laderaum bzw. Ladevolumen korrekt auszuweisen und zu nutzen. Aber auch regional sind die Standorte verwurzelt und engagiert: So betreiben einige kleine Imkereien oder engagieren sich, wie der Erlanger Standort, bei Inklusionsprojekten. Ein Detail, das viele überrascht: Die drei Buchstaben DHL stehen für die Nachnamen der Gründer Dalsey, Hillblom und Lynn. Ihr Mut, eine Idee einfach umzusetzen, prägt das Unternehmen bis heute.
metrilus & MetriXFreight: wenn Daten erfassen erst der Anfang ist
Diesen Gedanken griff auch Dr.-Ing. Christian Schaller auf: regionale Verwurzelung und den Mut, an eine eigene Vision zu glauben und sie in die Realität umzusetzen. Er stellte metrilus und MetriXFreight vor. metrilus ist 2010 als Ausgründung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg entstanden, aus dem Lehrstuhl für Mustererkennung. Wenig bekannt: Eigentlich wollte das Team ein 3D-Endoskop bauen, doch die Physik sagte Nein. Auf einer Messe zeigte es dann fast beiläufig seine Vermessung. Das DHL Innovation Center fragte nach einer Palettenvermessung, drei Monate später stand der erste Prototyp. Heute sind über 700 Systeme in mehr als 30 Ländern im Einsatz.
metrilus setzt bei der stetigen Weiterentwicklung von MetriXFreight auf den Dreiklang: Daten erfassen, verstehen und nutzen. Das Erfassen ist die Basis, den Unterschied bringen Verstehen und Nutzen, für korrekte Abrechnung, bessere Auslastung und lückenlose Dokumentation. Die Themen, die MetriXFreight bewegt, reichen dabei weit über die reine Vermessung hinaus: weniger CO2 durch bessere Auslastung von Transport- und Lagerflächen, mehr Authentizität und Transparenz in partnerschaftlichen Prozessen, mehr Resilienz in kritischen Abläufen. Weil verlässliche Daten Rückfragen und Reklamationen reduzieren, bleibt am Ende sogar mehr Ruhe im Team. Bei DHL Express in Erlangen wird MetriXFreight täglich erfolgreich eingesetzt.
Unterwegs und im Austausch
Genug Theorie, nun folgte die Praxis. In zwei Gruppen ging es durch die Halle: vorbei an den Toren, über die Sortieranlagen, bis zum MetriXFreight-System, live im Einsatz. So wurde greifbar, wie aus Millionen von Sendungen verlässliche Daten werden. Zum Abschluss blieb Zeit für einen stärkenden Lunch sowie Networking. Das Highlight zum Schluss war der Blick aus dem Besprechungsraum direkt in die Halle, mitten hinein in den laufenden Betrieb.
Ein herzlicher Dank geht an DHL Express für die Gastfreundschaft, an Service Center Manager Annett Markmann, an Bastiaan Turner und das gesamte Standortteam. Ebenso danken wir metrilus mit Dr.-Ing. Christian Schaller für den fachlichen Impuls und die gemeinsame Gestaltung der Veranstaltung.