Gedämpfte Zukunftserwartungen in der Jahresendrallye - Eine Welt in Bewegung verlangt nach Gestaltung des Wandels

Logistik-Indikator im vierten Quartal 2015 - Kommentar von Professor Dr.-Ing. Raimund Klinkner

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Die Umfrage zum Logistik-Indikator des vierten Quartals 2015 fiel in eine Zeit großer Herausforderungen und Ungewissheiten. Die Welt ist intensiver in Bewegung geraten als noch im ersten Halbjahr 2015 erwartet, lautete einhellig der Tenor beim 32. Deutschen Logistik-Kongress im Oktober in Berlin.

Flüchtlingsströme bringen zusätzliche Aufgaben für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft mit sich – insbesondere unter humanitären Aspekten. Gleichzeitig verstören Terroranschläge wie in Paris die Menschen in Europa. Die daraus folgenden sicherheitspolitischen Debatten und Entscheidungen im November wirken erschwerend auf die globale Wirtschaft. Mitten in der Jahresendrallye dämpfen die Logistik-Anwender in Industrie und Handel ihre Zukunftserwartungen – mit dem stärksten Einbruch seit vier Jahren – national und international. Ein verminderter Aufbau von Sachkapazitäten und ein leichter Abbau in der Personalplanung lassen keinen starken Start in das kommende Jahr erwarten. In der Dreimonatsperspektive melden Industrie und Handel eine leicht rückläufige Geschäftstendenz, die Logistikdienstleister hingegen gehen von kleinen Zuwächsen aus.

Neben hinreichend ausgelasteten Kapazitäten verharren ihre Indexwerte über dem Normalniveau, ihr Klimaindex bleibt sogar moderat aufwärts gerichtet. Das lässt längerfristig auf einen stabilen Geschäftsverlauf schließen. Einzelfaktoren wie Kapazitätsauslastung, Nachfrage aus dem In- und Ausland und die relative Preisentwicklung bleiben expansiv. Braucht es einen klareren Beweis, dass unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen große Flexibilität erfordern und die aktive Gestaltung des Wandels notwendig ist?

Die Einschätzung der BVL, dass die Logistik bei der Integration und Beschäftigung der Flüchtlinge in Deutschland eine zentrale Rolle spielen kann und wird, wird durch die Antworten auf eine Zusatzfrage zum Logistik-Indikator bestätigt. Rund drei Viertel der Logistikdienstleister und gut zwei Drittel der Logistiker in Handel und Industrie gaben an, Flüchtlinge beschäftigen zu wollen und sehen den Zustrom von Menschen in den Arbeitsmarkt als Kompensation für den demografischen Wandel im Inland.

Als besondere Herausforderungen werden die Sprachkenntnisse der Migranten angegeben, Nachholbedarf bei der beruflichen Qualifikation und Unsicherheiten hinsichtlich des Bleiberechts genannt. Weder bei denjenigen, die Bereitschaft zur Beschäftigung signalisieren noch bei denen, die keine Beschäftigung von Flüchtlingen ins Auge fassen, spielt ein zu hoher Mindestlohn eine Rolle. Alles sieht danach aus, dass die Logistik ihrer dreifachen Funktion gerecht werden wird: Planung der anstehenden Versorgungsprozesse, operative Umsetzung – und schließlich als Arbeitgeber für entsprechend qualifizierte Migranten.

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