Mehr Innovationen: Die Logistik rüstet sich für die Zukunft

BVL fordert und fördert mehr Innovation in der Logistik

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Die Logistik befindet sich am Wendepunkt von einem eher innovationsscheuen hin zu einem innovativen Wirtschaftsbereich. Zu diesem Ergebnis kommt die von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. durchgeführte Mitgliederbefragung „Innovation in der Logistik“. Fast alle befragten Experten betrachten Innovationen für die Zukunft der Logistik als wichtig. Gleichzeitig empfinden über 60 Prozent die Innovationsfreude des Wirtschaftsbereiches als gering. Dabei könnten Unternehmen durch größeres Engagement besonders von Zeit- und Kostenersparnissen profitieren. Insgesamt macht die Studie jedoch deutlich: Die Logistik hat die Bedeutung von Innovationen erkannt – und sich dementsprechend aufgestellt. Die Zeichen stehen auf mehr Innovation in der Zukunft.

Notwendigkeit von Innovationen ist erkannt

Die befragten Experten blicken selbstkritisch auf die Logistik und deren Innovationsfreude: Rund 65 Prozent halten die Logistik für nicht bis wenig innovativ. Auch im Vergleich mit anderen Wirtschaftsbereichen sehen die Befragten noch Aufholbedarf. Nach Angaben von mehr als der Hälfte der Personen liegt die Logistik beim Thema Innovation deutlich zurück. Im Gegensatz dazu sind sich die Befragten jedoch bewusst, dass Innovationen ein Schlüsselfaktor sind, um künftige Herausforderungen in der Logistik zu bewältigen: Über 80 Prozent betrachten Innovationen für die Zukunftsfähigkeit der Logistik als wichtig bis sehr wichtig. Dieses Problembewusstsein zeigt sich auch an anderer Stelle: Ebenfalls 80 Prozent der durch die Befragung repräsentierten Unternehmen betreiben bereits aktives Innovationsmanagement. Zudem investieren die Unternehmen stärker in Forschung und Entwicklung: 60 Prozent der Antwortenden gehen davon aus, dass die Ausgaben hierfür in den kommenden fünf Jahren steigen oder sogar stark steigen werden.

Prozessinnovationen sind Wachstumsfaktor für die Logistik

Viele der Unternehmen befassen sich bereits aktiv mit Innovationen und profitieren von deren positiven Effekten. 78 Prozent der Unternehmen, in denen die Befragten arbeiten, haben in den vergangenen fünf Jahren neue Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen implementiert. Das bisherige Engagement reicht jedoch noch nicht aus, um spürbare Impulse zu setzen. Besonderen Innovationsbedarf sehen die Befragungsteilnehmer bei der Koordination von Prozessen und bei IT-Lösungen. Dieses Ergebnis bestätigt den hohen Stellenwert, den effizient koordinierte und abgewickelte Prozesse für die Logistik heute haben.

Innovationen zahlen sich aus

Durch Innovationen erhöhen Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit, Effizienz und auch Nachhaltigkeit. Diejenigen Logistik-Dienstleister und -Anwender, die in den vergangenen fünf Jahren Innovationen eingeführt haben, profitieren von sinkenden Kosten und Zeiteinsparungen durch schnellere Produktions- und Entwicklungszeiten sowie eine schnellere Auftragsabwicklung.

Zeit- und Geldersparnis sind die wesentlichen positiven Effekte von Innovationen – Zeitmangel und zu geringe Investitionen aber gleichzeitig ihr größtes Hemmnis. „In Innovationsprojekte investierte Zeit der Mitarbeiter ist gut investierte Zeit“, so Prof. Raimund Klinkner, Vorstandsvorsitzender der BVL. „Das gelingt durch besseres Zeitmanagement, optimierte Personalplanung und vor allem durch mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung. Jedes Unternehmen im Bereich Logistik sollte ein Prozent des Umsatzes in Innovationen investieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.“

Um neue Ideen für Innovationen zu gewinnen, verlassen sich die Unternehmen in erster Linie auf sich selbst: Über ein Drittel der Befragten gab an, dass ihr Unternehmen Ideen aus eigenen Analysen gewinnt. Weitgehend ungenutzt bleibt dagegen die Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen, obwohl diese besonders dazu geeignet sind, theoretisches Wissen in der Praxis nutzbar zu machen und Zeit für Entwicklungsarbeiten im eigenen Unternehmen einzusparen.

Stellschrauben für mehr Innovationskraft nutzen

Innovationen sind kein Selbstzweck, sondern notwendig für weiteres Wachstum in der Logistik. Nur so können die Unternehmen des Wirtschaftsbereichs künftigen Herausforderungen wie einem sich wandelnden Konsumentenverhalten, globalem Konkurrenzkampf, steigendem Kostendruck oder Anforderungen an die Energieeffizienz erfolgreich begegnen. Die Mitgliederbefragung zeigt, dass die Grundlagen in der Logistik bereits gelegt sind: Der Wirtschaftsbereich steht am Wendepunkt hin zu mehr Innovationen.

Damit dieser Schritt gelingt, müssen Innovationen gefördert werden. Die Ergebnisse der Befragung offenbaren Stellschrauben, an denen Unternehmen konkret ansetzen sollten, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und des Wirtschaftsbereichs zu sichern:

  • Zeit- und Ressourcenmanagement: Unternehmen müssen durch effizientes Zeitmanagement die notwendigen Freiräume schaffen, um die Entstehung von Innovationen von Beginn an zu fördern. Doppelter Vorteil: Innovationen zahlen sich langfristig auch in Zeitersparnissen aus.
     
  • Forschungskooperationen: Kooperationen mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind ein effizientes Mittel, um Entwicklungsarbeit auszulagern, aber auch um wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis nutzbar zu machen und erfolgreich weiterzuentwickeln.
     
  • Forschung und Entwicklung: Die BVL fordert von Unternehmen, mindestens ein Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung zu investieren.
     
Grafik zur Innovation in der Logistik (c) BVL 2013

Downloads

Management Summary der BVL zur Innovation in der Logistik

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, TU Dortmund

Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme am KIT, Karlsruhe sowie Gebhardt Fördertechnik GmbH

Professur für Technische Logistik und Professur für Modellierung und Simulation an der TU Dresden sowie König & Bauer AG, Elbe Flugzeugwerke GmbH, Siemens AG Turbinenwerk Görlitz, TRUMPF Sachsen GmbH und weitere Partner

Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik fml an der TU München sowie CIM GmbH, gepasystem GmbH, texxo Mobile Solution GmbH, TriloglQA, Adolf Würth GmbH & Co. KG, Kühne + Nagel (AG & Co.) KG und weitere Partner

Institut für Fabrikanlagen und Logistik an der Universität Hannover; Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA), Fachbereich Planung und Steuerung produktionstechnischer Systeme sowie 4flow AG, Hörman-Rawema GmbH, MAN Maintenance Hannover GmbH und weitere Partner

Institut für Logistik und Unternehmensführung an der TU Hamburg-Harburg und Lehrstuhl für Logistikmanagement an der WHU – Otto Beisheim School of Management sowie Kühne School of Logistics and Management

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