Urbane Logistik

Entwicklung einer Roadmap

Stau, Lärm, Emissionen und Engpässe in den Innenstädten betreffen uns alle – und unsere Umwelt. Es gibt viele gute Einzellösungen, aber keine gemeinsame Roadmap, die ganzheitliche Lösungen anstrebt und die Anliegen aller Stakeholder berücksichtigt. Die BVL bietet künftig eine Plattform an, auf der die Akteure zusammenfinden können.

Die Teilnehmer des Roundtables Urbane Logistik am 1. Dezember 2016 in Dortmund

Die Teilnehmer des Roundtables Urbane Logistik am 1. Dezember 2016 in Dortmund

Das BVL Magazin Zwei 2016 befasste sich ausführlich mit den Herausforderungen der urbanen Logistik.

Das BVL Magazin Zwei 2016 befasste sich ausführlich mit den Herausforderungen der urbanen Logistik.

Am 1. Dezember brachte die BVL nach umfangreichen inhaltlichen Vorbereitungen 24 Entscheider an einen Tisch, die mit urbaner Logistik befasst sind: Unternehmensvertreter aus dem Handel und den Logistikdienstleistungen, Verantwortliche aus Verbänden, Repräsentanten von Städten, Gemeinden und des Bundesverkehrsministeriums sowie Wissenschaftler, die seit Jahren auf dem Feld der urbanen Logistik forschen.

Prof. Raimund Klinkner begrüßte die Teilnehmer am Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund, das seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Den Auftakt des Roundtables bildeten Impulsvorträge von Wolfgang Lehmacher (World Economic Forum), Börje Wichert (Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr GmbH) und Ludwig Bappert (Ludwig Meyer GmbH & Co. KG), die die internationale Perspektive, die Sicht der Städte und Gemeinden sowie die Themen der Logistikdienstleister erörterten.

Im Plenum, das von Prof. Thomas Wimmer moderiert wurde, ging es anschließend um die zentralen Fragen: Wo besteht Handlungsbedarf, warum bewegt sich nur wenig – und wer müsste oder könnte die Arbeit vorantreiben? Weitgehend einig waren sich die anwesenden Stakeholder urbaner Logistik, dass die Beteiligten viel zu wenig voneinander wissen und viel zu selten miteinander reden. Häufig finden die Unternehmen in den Verwaltungen keinen Ansprechpartner für ihre Anliegen oder müssen derart viele Stellen kontaktieren, dass sich Projekte sehr schwergängig gestalten.

Ziel der BVL ist es, mit allen Partnern gemeinsam eine Roadmap für die Veränderung und Optimierung urbaner Logistik zu entwickeln. Gefragt sind tragfähige und ganzheitliche Lösungen, die für Industrie, Handel und Logistikdienstleistung sowie Politik und Verwaltung sinnvoll erscheinen – und dabei auch den Bürgern nützen und die Lebensqualität in den Städten verbessern.

Bereits auf ihren Kongressen 2015 und 2016 hat sich die BVL mit den Symptomen und Lösungsansätzen urbaner Logistik beschäftigt und zudem die April-Ausgabe 2016 des BVL Magazins dem Thema gewidmet. Mit dem Input der Teilnehmer und der Dynamik des Roundtables im Rücken wird sie 2017 einen Themenkreis Urbane Logistik einrichten. „Wenn alle Stakeholder der urbanen Logistik aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft miteinander reden und an der Realisierung der gleichen Ziele arbeiten, dann kommen wir voran. Lassen Sie uns gemeinsam Lösungen finden“, so der Appell von Prof. Raimund Klinkner.

Infografik mit Zahlen, Daten und Fakten zur Urbanisierung

Das BVL Magazin Zwei 2016 befasste sich ausführlich mit den Herausforderungen der urbanen Logistik.