Forum Automobillogistik

Logistik ist ein Erfolgsfaktor für die Automobilindustrie

Das vierte Forum Automobillogistik von VDA und BVL fand unter dem Titel „Supply Chain 4.0 – stabil, synchron, skalierbar“ in Frankfurt am Main statt. Im Februar begrüßten die Veranstalter 420 Teilnehmer und 50 Aussteller.

„Die deutsche Automobilindustrie hat 2015 weltweit erstmals mehr als 15 Millionen Pkw produziert, über neun Millionen davon im Ausland. Dieses umfassende Produktionsnetzwerk wird von einem Logistiksystem zusammengehalten, das immer globaler und komplexer wird. Die Automobillogistik ist damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Automobilindustrie“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Opel-Chef Dr. Karl-Thomas Neumann stellte in seiner Rede innovative Logistiklösungen des Unternehmens vor und betonte die Bedeutung des Wirtschaftsbereichs für die Automobilindustrie: „Einzelne Wertschöpfungsströme zu optimieren, reicht künftig nicht aus, um im Wettbewerb zu bestehen. Großes Optimierungspotenzial bietet die Synchronisierung des gesamten Value-Netzwerks. Dadurch werden Effizienz, Transparenz und Flexibilität verbessert.“ Dabei würden viele Ideen, Technologien und Initiativen, die im Rahmen von Industrie 4.0 Einzug in der Automobilindustrie halten, auch in der Logistik angewendet. Das Unternehmen erwarte sehr viel von dieser technologischen Entwicklung. Dabei dürften Innovationen und deren Einführung aber keine Einbahnstraße in Richtung der Logistikpartner und Zulieferer sein. Nur mit gemeinsamen Anstrengungen könne es gelingen, das Optimierungspotenzial zu realisieren.

Die Keynote Speech am ersten Forumstag lieferte Dr. Hansjörg Rodi, Chief Transformation Officer der Schenker AG. Matthias Kässer von McKinsey und Michael ten Hompel vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML referierten anschließend zur Zukunft des Supply Chain-Managements in der Automobilindustrie. Weitere Themen waren die Digitalisierung, Datenqualität für die Logistik, neue Wege in der Transportlogistik sowie Herausforderungen im globalen Aftermarket.

Der zweite Forumstag bot eine Keynote von Alexander Koesling, Vice President Supply Chain Management bei Mercedes-Benz Cars, und anschließend zwei parallele Sequenzen zu den Risiken des globalen Einkaufs und zu Fragen der Verpackung. Zum Abschluss des Forums ging es vom Vortragsraum in die Praxis: Das Opel-Werk in Rüsselheim, das European Operations Center von DB Schenker Rail und das Werk Frankfurt-Rödelheim der Continental AG öffneten ihre Tore für Werksbesichtigungen.

Das nächste Forum Automobillogistik findet am 14. und 15. Februar 2017 im Mercedes-Benz-Werk in Bremen statt. Das Motto: „Smart statt reaktiv – auf dem Weg in digitale Dimensionen“.
www.bvl.de/fal

Infografik zur Mensch-Maschine-Interaktion

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