Deutscher Logistik-Preis | Nachhaltigkeitspreis Logistik | Hackathon

Kürzeste Wege, kleinste Fläche, größte Leistung

Das erfolgreiche Team von Komsa Kommunikation Sachsen AG feierte die Auszeichnung mit dem Deutschen Logistik-Preis.

Das erfolgreiche Team von Komsa Kommunikation Sachsen AG feierte die Auszeichnung mit dem Deutschen Logistik-Preis.

Die Komsa Kommunikation Sachsen AG ist Träger des Deutschen Logistik-Preises 2018. Ausschlaggebend für die Jury war, wie stringent Komsa als mittelständisches Unternehmen die logistischen Abläufe auf die Bedürfnisse seiner Industrie- und Handelspartner ausrichtet.

Höchste Flexibilität, Automatisierung und Digitalisierung – das sind Elemente des Projekts „RELOAD – Digitalisierung der Komsa-Intralogistik“, das Komsa im Rahmen einer Standorterweiterung an seinem Hauptsitz realisiert hat. Für insgesamt 30 Millionen Euro hat das Unternehmen im sächsischen Hartmannsdorf ein dreigeschossiges „Haus der Dienstleistungen“ und ein neues Logistikzentrum inklusive eines Hochregal- und eines Automatiklagers errichtet. Ziel war es, sämtliche Logistikprozesse unter einem Dach zusammenzuführen – und damit Kapazität und Durchlaufzeit für die Aufträge von Industrie- und Handelspartnern zu steigern, um auf neue Marktanforderungen schnell reagieren zu können. Die Lösung, die Komsa gemeinsam mit seinem Partner Logistikplan aus Dresden fand, folgt der Logik „kürzeste Wege, kleinste Fläche, größte Leistung“.

Im neuen Logistikzentrum werden nun alle Lagerungs- und Versandprozesse gebündelt, die zuvor auf fünf Orte in Hartmannsdorf verteilt waren. Im Zentrum des Konzepts steht die Automatisierung aller zeitkritischen Prozesse der Intralogistik: automatische Materialflüsse für alle Retouren- und Reparatur-Aufträge, automatische Ausschleusung von Leerkartons, automatische Kleinteilelagerung und Kommissionier-bereitstellung nach dem Prinzip Ware-zum-Mann, automatische Bereitstellung von Versandkartons, automatische Förderung der Kommissioniereinheiten zur Verpackung und automatische Förderung der Versandkartons zur Verladung.

Dabei setzt Komsa auf eine starke IT: Eine integrierte Digitallogistik verknüpft durchgängig Warenwirtschaft, Lagerlogistik sowie die Transport- und Auftragssteuerung. Durchlaufzeiten von weniger als einer Stunde für mehr als die Hälfte der Aufträge ermöglichen hohe Flexibilität. Die Versandleistung lässt sich binnen kurzer Zeit mehr als verdoppeln. In der ITK-Branche, in der Komsa zu Hause ist, ist dies eine wichtige Voraussetzung, um die Markteinführung neuer Produkte oder saisonale Spitzen wie das Weihnachtsgeschäft reibungslos zu stemmen.

 

Digitale Lösung für die letzte Meile

Eine Innovation des Logistikdienstleisters LGI Logistics Group International GmbH machte das Rennen um den gemeinsamen Nachhaltigkeitspreis Logistik der Bundesvereinigungen Logistik in Österreich und Deutschland. Leitidee der innovativen Lösung Pakadoo für die Anlieferung privater Pakete ist es, eine Win-win-Situation zu schaffen: für den privaten Empfänger eines Pakets, für seinen Arbeitgeber und für die mit der Anlieferung befassten KEP-Dienstleister. Das Geschäftsmodell nutzt vorhandene Infrastrukturen und macht die Poststelle des Arbeitgebers zur Paketstation, zum „Pakadoo-Point“. Damit liefert das Konzept eine Alternative zur regelmäßig problematischen Zustellung von Paketen in private Haushalte: Gerade bei Berufs-tätigen entsteht häufig ein erheblicher zeitlicher und organisatorischer Aufwand, um Empfänger und Paket zusammenzubringen, sei es zu Hause, im Postamt oder an der Abholstation. Hinzu kommen die Kosten und die CO2-Emissionen, die mit mehrfachen vergeblichen Auslieferungsfahrten oder der Eigenabholung der
Lieferung verbunden sind.

Hackathon geht an Locom

Nach siebenstündigem Wettstreit mit insgesamt zehn konkurrierenden Teams errang der Logistikplaner und Software-Entwickler Locom den Sieg im diesjährigen Hackathon der BVL. Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, in der „Stadt der Zukunft“ eine Linienplanung für den Nahverkehr vorzunehmen. Das Locom-Team optimierte die Kosten mit einer Summe von 141.208 Euro. Das zweitplatzierte Team kam auf 286.019 Euro, das dritte auf 355.753 Euro. Der Preis wird von der BASF unterstützt und ist mit 10.000 Euro für das Siegerteam dotiert.