Deutscher Logistik-Preis | Nachhaltigkeitspreis Logistik

Eine neue Rolle für die Logistik

Das Team von Bosch unter der Leitung von Andreas Reutter, Executive Vice President Global Logistics (3. v. l.), das vom Jury-Vorsitzenden Roland Tichy (ganz rechts) sowie – links neben ihm – Prof. Raimund Klinkner und Alt-Bundespräsident Joachim Gauck geehrt wurde

Das Team von Bosch unter der Leitung von Andreas Reutter, Executive Vice President Global Logistics (3. v. l.), das vom Jury-Vorsitzenden Roland Tichy (ganz rechts) sowie – links neben ihm – Prof. Raimund Klinkner und Alt-Bundespräsident Joachim Gauck geehrt wurde

Ein unternehmensübergreifender Ansatz und vorbildliche Durchgängigkeit sind Merkmale des Bosch-Projekts, das 2017 mit dem Deutschen Logistik-Preis ausgezeichnet wurde. Die umfassende Neuausrichtung der Logistik senkt die Kosten um 15 Prozent.


Statt nur einzelne Supply-Chain-Segmente zu optimieren, hat die Logistik bei Bosch unter dem Leitgedanken „Striving for Supply Chain Excellence“ innerhalb von vier Jahren einen grundlegenden Veränderungsprozess durchlaufen, eine neue Rolle im Unternehmen eingenommen und über Total Cost of Ownership (TCO) beeindruckende Ergebnisse erzielt. Damit leistet auch die Bosch-Logistik einen wesentlichen Beitrag zum Transformationsprozess des Unternehmens. Schwerpunkt des Wandels ist die zunehmende Vernetzung über das Internet der Dinge (IoT). Wie kein anderes Unternehmen bringt Bosch Know-how bei den „3S“ mit, die für das IoT wesentlich sind: Sensoren, Software und Services.

Das Preisträgerprojekt ist nach Einschätzung der 17-köpfigen Jury mit Logistikexperten aus der Industrie, dem Handel, von Logistikdienstleistern und Fachmedien innovativ im Zusammenspiel von zwei Entwicklungen: Logistik ist zum einen gestaltende Kraft, zum anderen aber auch wesentlicher Treiber für Digitalisierung und Innovationen im Unternehmen.

„Ein unternehmensdurchgängiges Projekt wurde in einer sensationell kurzen Zeit realisiert. Mich beeindruckt die Wandlungsfähigkeit des Traditionsunternehmens Bosch, dem es gelungen ist, seine Größe zu nutzen, um die Vernetzung der Regionen zu optimieren“, so der Jury-Vorsitzende Roland Tichy, Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung.

Die BVL war bei der Ausschreibung des Deutschen Logistik-Preises 2017 neue Wege gegangen: Indem sie die unabhängige Expertenjury von zwölf auf 17 Mitglieder erweiterte, bildet sie nun zusätzliche Arbeitsfelder der Logistik ab und trägt dem großen Thema Digitalisierung Rechnung. Zudem sind erfahrene Journalisten dreier Fachmedien vertreten. Neu ist das optimierte dreistufige Bewerbungsverfahren.  

Mehr zum Deutschen Logistik-Preis gibt es unter www.bvl.de/dlp

Nachhaltigkeitspreis für die Memo AG

Träger des sechsten BVL-Nachhaltigkeitspreises Logistik ist das mittelständische Versandhandelsunternehmen Memo AG aus Greußenheim bei Würzburg. Memo wurde für seinen ganzheitlich nachhaltigen Ansatz der Unternehmensführung ausgezeichnet, der insbesondere die Logistik einbezieht. Die Memo AG überzeugte die Jury in vielerlei Hinsicht. „Unser Preisträger hat die ökologische Überzeugung seiner Gründer im Sinne umfassender Nachhaltigkeit auf alle unternehmerischen Bereiche übertragen: Produkte, Wachstumsszenarien, Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten bis hin zur Logistik. Der Nachhaltigkeitsbericht, der schon mit einer ganzen Reihe von Preisen ausgezeichnet wurde, kann vielen deutlich größeren Unternehmen als Beispiel dienen“, so das Urteil des Jury-Vorsitzenden DI Dr. Christian Plas. Den Nachhaltigkeitspreis Logistik nahm Frank Schmähling, Vorstand Logistik der Memo AG, im Rahmen des 33. Logistik-Dialogs in Wien entgegen.

Mehr zum Nachhaltigkeitspreis Logistik unter www.bvl.de/npl

Den Nachhaltigkeitspreis Logistik nahm Frank Schmähling, Vorstand Logistik der memo AG, entgegen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 33. Logistik Dialogs in Wien statt. Überreicht wurden Urkunde und Preisplastik von DI Roman Stiftner für die BVL Österreich und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Prof. Thomas Wimmer für die BVL Deutschland.

Den Nachhaltigkeitspreis Logistik nahm Frank Schmähling, Vorstand Logistik der memo AG, entgegen. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 33. Logistik Dialogs in Wien statt. Überreicht wurden Urkunde und Preisplastik von DI Roman Stiftner für die BVL Österreich und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Prof. Thomas Wimmer für die BVL Deutschland.

AEB gewinnt Hackathon

Sieger im ersten Hackathon der BVL ist das Team von AEB. Die Stuttgarter setzten sich in einem Feld von sechs Teams durch. Aufgabe war es, mit einem Datensatz aus Geräuschsequenzen eine Maschine zu trainieren, eine unbekannte Geräuschsequenz möglichst genau zu klassifizieren. Der Hackathon wurde von Datenanalysespezialisten der BASF vorbereitet und betreut. Der Preis ist mit 10.000 Euro für das Siegerteam dotiert und wird von der BASF unterstützt.

Sieben Teams kämpften bei ersten BVL-Hackathon um die beste Lösung eines datengetriebenen Problems.

Sieben Teams kämpften bei ersten BVL-Hackathon um die beste Lösung eines datengetriebenen Problems.