Beirat

Maßnahmenmix für logistische Exzellenz

Beiratsmitglied Erich Staake erhielt die goldene Ehrennadel der BVL.

Beiratsmitglied Erich Staake erhielt die goldene Ehrennadel der BVL.

Der Beirat der BVL ist ein beratendes Gremium, das vom Vorstand berufen wird. Seine Mitglieder geben Impulse für die Arbeit des Vereins – und unterstützen mit ihrem Know-how und ihren Kontakten.

Der BVL-Beirat unter dem Vorsitz von Prof. Karl Nowak (Bosch) zählt derzeit 36 Mitglieder. 2017 verabschiedeten sich Dieter Schweer (BDI), Christoph Wegener (BASF) und Jürgen Wels (Porsche). Durch den Vorstand der BVL neu berufen wurden Ralf Busche (BASF), Peter Buse (Arvato), Dr. Jochen Köckler (Deutsche Messe), Holger Lösch (BDI), Thomas Moik (Airbus), Marco Rebohm (Gebr. Heinemann), Berthold Steber (MTU Friedrichshafen) und Roman Stiftner (Fachverbände Bergbau-Stahl- und NE-Metall-Industrie, Österreich).

Der Beiratsvorsitzende Prof. Karl Nowak moderierte die Beiratssitzung 2017 in Duisburg.

Der Beiratsvorsitzende Prof. Karl Nowak moderierte die Beiratssitzung 2017 in Duisburg.

Das jährliche Treffen der Beiratsmitglieder mit Vorstandsmitgliedern der BVL fand Ende Mai 2017 statt – auf Initiative von Dr. Thomas Schachner bei der Grohe AG in Düsseldorf. Für das Rahmenprogramm sorgte Erich Staake (Duisport), der zu einer informativen Schifffahrt von Düsseldorf aus zum Duisburger Hafen einlud. BVL-Beiratssitzungen dienen dem fachlichen Austausch zu Sachthemen rund um Supply Chain-Management und Logistik, sie laden zur Diskussion von Trends und Strategien sowie zum branchenübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch ein. In diesem Jahr ging es um das Thema Supply Chain Excellence. Michael Rauterkus, CEO der Grohe AG, schilderte in seinem Eröffnungsvortrag die Eckpunkte der Grohe-Strategie: Innovation und Mobilisierung aller Kräfte und Potenziale, beste Talente für die eigene Branche gewinnen, Produktivität verbessern, neue Geschäftsfelder erschließen, digitale Transformation durchführen.

Prof. Karl Nowak gab in seinem Impulsvortrag Einblicke in die Supply-Chain-Excellence-Strategie von Bosch. Das Unternehmen orientiert sich insbesondere an vier Leitgrößen: Total-Cost-of-Ownership(TCO)-Performance, Reduzierung des Working Capitals, Responsiveness und Reliability als neue und erweiterte Formen des Qualitätsmanagements sowie Nachhaltigkeit einschließlich der Reduzierung von CO2-Emissionen und anderer ökologischer Kenngrößen – nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern über die gesamte Wertschöpfungskette. Zur Sustainability zählt bei Bosch auch Diversity samt der expliziten Förderung von Frauen in Führungspositionen.

Den Gastvortrag zum Abschluss der Sitzung hielt Prof. Alexander Eisenkopf von der Zeppelin-Universität Friedrichshafen, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der BVL. Unter der Überschrift „Notwendige Rahmenbedingungen für erfolgreiche Logistik – Impulse an die Verkehrspolitik der kommenden Legislaturperiode“ befasste er sich mit den Themen Verkehrsinfrastruktur, Regulierung und Nachhaltigkeit. Sein Fazit: Verkehrspolitik ist mehr als „vermeiden, verlagern, verteuern“. Mobilität sei der Schlüssel für Wohlstand und Wachstum. Wenn die Bahn eine stärkere Rolle im Modal Split spielen solle, bedürfe es einer strategischen Neuausrichtung der Eisenbahnpolitik und des Muts zu unbequemen Wahrheiten. Die Ziele von und für Klimaschutz und Verkehr seien neu auszutarieren. Bei der zentralen Herausforderung der digitalen Transformation von Logistik und Supply Chain-Management solle die Politik unterstützen. Hier komme es vor allen Dingen darauf an, innovationsfreundliche Rahmenbedingungen zu setzen.