Weiterbildung

Neues Regelwerk tritt in Kraft

Um mehr Übersicht und Sicherheit in internationale Geschäftsbeziehungen zu bringen, hat die International Chamber of Commerce (ICC) die Incoterms® veröffentlicht. Die Klauseln finden sich in 90 Prozent der internationalen Kaufverträge wieder. Incoterms® regeln die Rechte und Pflichten von Käufern und Verkäufern und beschreiben damit global anwendbare Standards in internationalen Geschäften. Sie sind heute in über 120 Ländern anerkannt. Das erste Incoterms®-Regelwerk erschien 1936.
Am 1. Januar 2020, genau zehn Jahre nach der letzten Überarbeitung, tritt die neue Fassung „Incoterms® 2020“ in Kraft. Die Nutzung des Regelwerks ist freiwillig, umso mehr zeigt ihre Verbreitung die Relevanz und Notwendigkeit von Vorgaben für den internationalen Handel. In der neuen Fassung sollen weiterführende Hinweise und Hilfsgrafiken dabei helfen, die passende Regel für die abzuwickelnde Warenlieferung einfacher zu finden. Inhaltlich wurden die Incoterms® mit der neuen Version näher an die aktuelle Geschäftspraxis gebracht. So gibt es beispielsweise bei „Carriage and Insurance Paid to (CIP)“ neue Level zur Versicherungsabdeckung, um die Absicherung höherer Risiken abzubilden. Der Incoterm „Delivered at Terminal (DAT)“ ist umbenannt in „Delivered at Place Unloaded (DPU)“ und ermöglicht damit andere Lieferorte als nur ein Terminal. Schulungen zu den Incoterms® 2020 dürfen nur ICC-akkreditierte Personen durchführen. Bei BVL Seminare gibt es im Dezember 2019 Schulungsangebote zur neuen Fassung mit akkreditierten Trainern. (ka)

Betriebswirtinnen überzeugen mit ihrer Projektarbeit

Ermittlung und Gegenüberstellung von Kosten und Emissionen von Short-Sea-Verkehren und der Vergleich derer mit Landtransporten auf ausgewählten Strecken“: so lautet der Titel der ausgezeichneten Projektarbeit von Melanie Mels und Theresa Tauschlag, die damit erfolgreich ihr Studium Internationales Logistikmanagement an der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akademie (DAV) abgeschlossen haben. Die beiden frischgebackenen staatlich geprüften Betriebswirtinnen mit Fachrichtung Wirtschaft, Schwerpunkt internationales Logistikmanagement, liefern in ihrer Arbeit handwerklich überzeugende Aufstellungen der Kosten und CO2-Emissionen exemplarischer Transportvorgänge, bei denen deutlich wird, dass Short-Sea-Lösungen im Vergleich zum Lkw oftmals mit niedrigeren Transportkosten und geringeren Emissionen punkten können. Dies ist in der Regel allerdings mit deutlich längeren Laufzeiten verbunden. Prämiert wurde die Arbeit vom Verein der Förderer und Absolventen der DAV e. V. (VFA) im Rahmen der Zeugnisübergabe am 20. September in der Handelskammer Bremen. 17 Absolventen des Wintersemesters 2017 nahmen dort ihre Zeugnisse aus den Händen von Uwe Peters, Geschäftsführer der DAV, und Thomas Zink, Studienleiter DAV, entgegen. Zink dankte besonders Barbara Rohdenburg für ihr Engagement im AStA, Nina Brose und Melanie Mels für die Organisation des Aktionstages „Unternehmen stellen sich vor (USSV)“ und den Semestersprechern Marc Latarius und Tino Zinner. Letztere gaben bei der Veranstaltung einen kleinen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre und ließen das Studium an der DAV noch einmal Revue passieren. Besondere Highlights waren die Semesterfahrt nach China und Exkursionen in Bremen und Rotterdam. Nach Abschluss ihres Studiums trennen sich nun die Wege der Absolventen, die in ganz Deutschland wieder in der logistischen Praxis tätig sind. Die Preisträgerin Mels verschlägt es nicht ganz so weit weg: Sie beginnt bei der Paul Guse GmbH in Weyhe. Inhaber ist Marc Guse, selbst ein DAV-Absolvent und Vorstand des VFA e. V. Zurzeit arbeiten die Nachwuchs-Führungskräfte Mels und Tauschlag noch an ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeit zur Erlangung des Bachelor of Science (hons.), der in Kooperation mit der Liverpool John Moores University vergeben wird. (ka)