Titelstory

Neue BVL-Spitze leitet Change-Prozess ein

Bei seiner Sitzung am 12. März in Stuttgart hat der BVL-Vorstand seinen Vorsitzenden Robert Blackburn mit Dank und Anerkennung verabschiedet. „Es ist der Respekt vor der Aufgabe und vor dem Ehrenamt, der mich veranlasst, mich aus der Führung der BVL zurückzuziehen“, so Blackburn. Ein solches Ehrenamt, das habe die Erfahrung des letzten Jahres gezeigt, könne man nur mit ganzer Kraft ausfüllen. Blackburn, der seit 2019 hauptberuflich im Board der Stanley Black & Decker Corporation mit Sitz in den USA tätig ist, verantwortet als Senior Vice President Global Operations die Supply Chain vom Sourcing über alle 120 Fabriken bis zum Endkunden. Dies erfordert Präsenz am Firmensitz sowie eine intensive Reisetätigkeit. Der BVL-Vorstand bedauerte die Entscheidung, zeigte aber Verständnis und entschied sich für eine Neuformierung: Prof. Thomas Wimmer (links) wurde zum Vorstandsvorsitzenden gewählt und lässt seine Mandate als Geschäftsführer vorläufig ruhen. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der BLG Logistics, Frank Dreeke (Mitte), und dem Aufsichtratsmitglied von 4flow, Dr. Stefan Wolff (rechts), bildet er ein erweitertes Präsidium, das für eine Übergangszeit die Kontinuität und Innovationskraft des Vereins sichern und einen Change-Prozess vorantreiben wird: Die BVL soll jünger und weiblicher werden und sich weiteren Fachrichtungen öffnen. Dies soll sich auch in den Führungsstrukturen niederschlagen. Bei der Mitgliederversammlung am 20. April wurden sechs neue Mitglieder in den Vorstand gewählt, dem nun insgesamt vier Frauen angehören. Zudem wurden die für die Neuformierung notwendigen Satzungsänderungen beschlossen: Mitglieder des vertretungsberechtigten Vorstands können gemäß § 26 BGB mit Ausnahme des Rechnungsführers auf Grundlage eines Dienst- oder Anstellungsvertrags beschäftigt sein, und es kann ihnen eine angemessene, den Besonderheiten des steuerlichen Gemeinnützigkeitsrechts entsprechende Vergütung gezahlt werden.

Weitere Mitglieder des BVL-Vorstands