Titelstory

Man sieht sich wieder in Berlin

Deutscher Logistik-Kongress Am Mittwoch, den 20. Oktober startet der Deutsche Logistik-Kongress als hybrides Event – mit einem Präsenzteil in Berlin, der endlich wieder die persönlichen Begegnungen in den Mittelpunkt stellt. Netzwerken wird möglich sein, auf Basis eines Sicherheits- und Hygienekonzeptes. Das Konzept fußt auf behördlichen Vorgaben und berücksichtigt Erfahrungen und Erkenntnisse, die die BVL und ihre Partner bei anderen Veranstaltungen gesammelt haben. Außerdem fließt Expertise des Landes Berlin ebenso ein wie die des Epidemiologen Prof. Brinks von der Universität Witten-Herdecke. Brinks sagte in einem Interview für die BVL, er gehe aufgrund der guten Schutzwirkung der Impfung davon aus, dass der Kongress im Oktober mit einem angemessenen und verantwortungsvollen Hygienekonzept gut und sicher durchgeführt werden kann. „Vielleicht überzeugt das noch den ein oder anderen Unentschlossenen“, sagt der BVL-Vorstandsvorsitzende Prof. Thomas Wimmer. Anmeldungen auch für den Präsenzteil sind noch möglich.

Der Kongress wird durch die Senatsverwaltung Berlin für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert, da er zur Wiederbelebung der B2B-Veranstaltungswirtschaft beiträgt. Im Zuge der Förderung verpflichtet sich die BVL als Veranstalter zudem auf eine Sustainable Event Scorecard. Die Kriterien betreffen neben der Kompensation der nicht-reduzierbaren CO2-Emissionen beispielsweise auch die Planung des Caterings unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten, die Unterbringung aller Beteiligten am Veranstaltungsort oder im Umkreis von drei Kilometern oder das vergünstigte Angebot nachhaltiger Anreisemöglichkeiten mit der Bahn.

Programm Inhaltlich steht der Kongress unter dem Motto „Chancen nutzen – Adapt to lead!“. Supply Chain-Management und Logistik befinden sich nicht erst seit der Corona-Pandemie im Aufbruch und in permanenter Veränderung. Welche Technologien werden die Wertschöpfungsketten beeinflussen? Wie erreichen wir echte Klimaneutralität? Wie schützen wir uns gegen Cyber-Kriminalität? Hochkarätige Sprecherinnen und Sprecher vermitteln ihre Expertise und liefern spannende Impulse. Daneben wird es auch Fachsequenzen zu den Bereichen Circular Economy, Logistik in Städten, Plattformökonomie, Supply Chain 4.0 oder Chancen und Grenzen von Resilienz und Transparenz von Lieferketten geben. Auch New Work und Logistikimmobilien stehen auf dem Programm. Das aktualisierte Programm steht auf der Website der BVL zum Download zur Verfügung.

Pre-Events Wie schon im letzten Jahr finden im Vorfeld des Kongresses einzelne Pre-Events statt. Bereits am 5. Oktober lief das Finale zum Wissenschaftspreis Logistik über den Schirm. Drei Kandidaten stellten ihre akademischen Arbeiten vor: Dr.-Ing. Christian Lieb sprach über „Dynamische Steuerungsstrategien für innerbetriebliche Routenzugsysteme“, Dr. Jan Philipp Müller hatte das Thema „Stochastische Gestaltung eines Servicenetzes für den intermodalen Gütertransport“ und Dr. Pascal Notz erläuterte „Prescriptive Analysen für datengesteuertes Kapazitätsmanagement“. Wer das Rennen gemacht hat, erfahren die Kongressteilnehmer bei der Verleihung der Auszeichnung am Freitagvormittag. Beim Pre-Event „News from the Logistics Think Tanks, Science & Research” am 15. Oktober geht es um Innovationen, Studien und Projekte rund um nachhaltige und digitale Logistik. Insgesamt 12 Unternehmen und Institute aus Wissenschaft und Wirtschaft sind mit ihren Ideen dabei. Während der Sequenz wird es ein Publikums-Voting geben, der beste Pitch wird ausgezeichnet. Best-Practice-Sharing zu allen drei Nachhaltigkeitsdimensionen – Ökologie, Ökonomie und Soziales – steht im Fokus des digitalen Pre-Events „Chance Nachhaltigkeit – Erfolgsgeschichten aus der Praxis“ am 12. Oktober. Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Wer sich für eine Kongressteilnahme digital oder vor Ort anmeldet, erhält die Einwahldaten für alle Pre-Events vorab per E-Mail.

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Auch ein Stück Seelenhygiene

Kommentar von Christoph Meyer, BVL-Geschäftsführer und Projektleiter Deutscher Logistik-Kongress

Es ist kaum zu glauben, aber jetzt sind es tatsächlich nur noch zwei Wochen und der Deutsche Logistik-Kongress öffnet in Berlin seine Türen. Ich persönlich freue mich wahnsinnig darauf. Die letzten Wochen waren wirklich nicht ohne und ich war und bin begeistert, welches Commitment die Kolleginnen und Kollegen der Geschäftsstelle, unserer Konzeptgruppe sowie derjenigen, die dann vor Ort auf der Bühne stehen werden an den Tag gelegt haben, um den Kongress digital und vor Ort zu einer runden Sache zu machen. Wir haben im Sommer beschlossen, auf ein hybrides Modell zu gehen und das hieß, dass der Präsenzteil in Berlin in sehr viel kürzerer Zeit geplant und organisiert werden musste als sonst. Alle waren mit Feuereifer dabei und haben Ideen und Anregungen eingebracht. Ich glaube, das zeigt auch, dass der Wunsch nach dem persönlichen Treffen wirklich sehr groß ist. Ich habe bereits Anfang September im BVL-Podcast mit Boris Felgendreher gesagt, dass dieser persönliche Austausch und auch einfach mal das gemeinsam Spaß haben ein Stück Seelenhygiene ist, das wir alle jetzt sehr gut gebrauchen können. Und natürlich gibt es aktuelle Themen, die den Wirtschaftsbereich Logistik umtreiben und zu denen es des Austausches bedarf. Die Digitalisierung und das Thema Nachhaltigkeit stehen schon länger auf der Agenda, nehmen aber an Bedeutung immer mehr zu. Hinzu gekommen ist die Pandemie und damit Diskussionen um De-Globalisierung, Re-Globalisierung, Transformationen oder Resilienz. Dem allen wollen wir Rechnung tragen und ich glaube, dass uns das mit dem geplanten Programm auch sehr gut gelingen wird. Es wird ein gutes Gefühl sein, das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit dann in Berlin zu erleben. Und ich hoffe, dass auch die Teilnehmenden die Gelegenheit nutzen, sich gegenseitig zu bestätigen, dass sie als Logistikerinnen und Logistiker diese bewegten Zeiten der Pandemie und der wirtschaftlichen Umbrüche bis hierher sehr gut gemeistert haben.

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Der Kongress wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.