BVL Intern

Neues Sprecherteam am Rhein gewählt

Im Rahmen ihrer virtuellen Veranstaltung mit dem Titel „Nach-Corona-Normalität – belastbare Lieferketten mit China“ hat die Regionalgruppe Rhein ein neues Sprecherteam gewählt. Uwe Peters, Geschäftsführer der BVL, verabschiedete die bisherigen Sprecher mit großem Dank für ihr ehrenamtliches Engagement. Prof. Otto Jockel und Oliver Wittig hatten die maximale Amtszeit erreicht und wechselten in das Gremium der Freunde der BVL. Volker Sauerborn arbeitet seit Kurzem in Niedersachsen und schied daher aus dem Amt aus. Das neue Team besteht aus Maximilian Rütten, Head of Customer Success bei der Ioki GmbH in Frankfurt am Main, Prof. Dr. Nils Finger, Vice President for Innovation & Academic Affairs/Professor für Supply Chain Management an der CBS International Business School in Köln, und Christian Vollstedt, Projektmanager bei der Interseroh Dienstleistungs GmbH in Köln. Sie wurden von den Teilnehmern einstimmig gewählt. Ein Vorteil von Online-Veranstaltungen: Man kann Gastredner aus weit entfernten Teilen der Erde einladen. So war Rainer Schmitz, Vice President bei 4flow, live aus Schanghai zugeschaltet. Er berichtete von seinen Erfahrungen mit der Corona-Krise in China und gab eine Einschätzung, was in der Zukunft wichtig sein wird, um resiliente Lieferketten mit China zu schaffen. Denn, so ist sich Schmitz sicher, China wird ein wichtiger Handelspartner für Deutschland bleiben

Hannover Messe ging online

150 Teilnehmer aus 32 Ländern verfolgten Mitte Juli das Gespräch zwischen Prof. Thomas Wimmer, Vorstandsvorsitzender der BVL, und Josip T. Tomasevic, Senior Vice President and Chief Procurement Officer bei der Agco Corporation und Vorsitzender des Beirats der BVL, zum Thema „Innovation und Resilienz globaler Wertschöpfungsketten in der Landmaschinenproduktion“. Der Talk war einer von 110 Programmpunkten der Online-Konferenz „Digital Days“, veranstaltet von der Hannover-Messe. Im April war die Messe aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden, die „Digital Days“ nahmen nun die dafür geplanten Inhalte auf. Schwerpunkte waren Industrie 4.0, künstliche Intelligenz, Logistics 4.0 und Smart Energy. An zwei Tagen konnten die Teilnehmer Keynotes, Podiumsdiskussionen sowie Produkte und Innovationen von rund 200 Rednern und 100 Partnerunternehmen erleben.

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Virtueller Rundgang bei Nox Nachtexpress

Wenn eine analoge Veranstaltung nicht möglich ist, dann führen wir eben virtuell durch unseren Hub – das dachte sich das Team von Nox Nachtexpress: Bei der Veranstaltung „Nox Backstage – die Zukunft der Logistik liegt in der Nacht“ der Regionalgruppe Hamburg stellteDominic Kampmann, Niederlassungsleiter Glinde, den Teilnehmern den Standort per Video vor. Jörg Arnskötter, General Manager Regional Sales, war im Anschluss per Telefon zugeschaltet. Er lieferte weitere Hintergrunddetails und stand für Fragen zur Verfügung. Durch die Corona-Krise hat der Onlinehandel weiter zugenommen. Der Nachtexpress könne ein Schlüssel sein, um für Entspannung in den Ballungsgebieten zu sorgen, so Arnskötter.

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Runder Tisch zur "leisen Logistik"

Am 30. Juni trafen sich rund 40 Akteure per Telefonkonferenz zu einem runden Tisch zum Thema leise Logistik. Eingeladen hatte Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und Koordinator der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik, als Reaktion auf einen Brief des Themenkreises Urbane Logistik: Darin hatten die Mitglieder das Ministerium auf die Potenziale einer leisen Logistik in den Tagesrandzeiten und der Nacht hingewiesen. Ergebnis des Gesprächs: Man will das Thema im offenen Austausch von Politik, Kommunen, Unternehmen und Themenkreis weiter diskutieren.

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Drei Fragen an Franziska Grafe, Sprecherin im Netzwerk Young Professionals

BVL: Sie sind sehr engagiert im Netzwerk der Young Professionals und haben in den letzten Monaten viele digitale Veranstaltungen organisiert. Wie lautet bis dato Ihr Fazit?

Grafe: Ich bin völlig positiv überrascht, wie schnell sich alle einig waren, dass wir andere Wege einschlagen müssen, wenn wir den Kontakt im Netzwerk und zu den Unternehmen halten wollen. Das Interesse an den Veranstaltungen war und ist groß, und wir haben viel positives Feedback erhalten.

BVL: Was sind die Besonderheiten und Erkenntnisse?

Grafe: Trotz der hohen Teilnehmerzahlen liefen die Veranstaltungen technisch einwandfrei. Parallel liefen Chats und Umfragen, die gut angenommen wurden. Viele Teilnehmer wurden schneller aktiv als bei Präsenzveranstaltungen, die Dynamik war toll. Teilweise haben Unternehmen auch ihre Kunden zugeschaltet – so haben wir Menschen erreicht, die die BVL noch nicht kannten. Überhaupt können die virtuellen Events überregional stattfinden, und das ganz nachhaltig ohne Fahrtwege. Dadurch, dass die Organisation bei uns liegt, ist der Aufwand für die Unternehmen, die wir anfragen, zudem deutlich geringer geworden. Der Imagegewinn hingegen ist groß.

BVL: Die persönlichen und beruflichen Herausforderungen sind seit Ausbruch der Pandemie für jeden Einzelnen spürbar. Was hat Ihnen der Austausch im Netzwerk in dieser Zeit gebracht?

Grafe: Anfangs war es gefühlt schlimmer, als es dann wirklich wurde. durch die virtuellen Meetings hatten wir viel Austausch und stellten dadurch auch fest, dass es allen gleich ging: Das Arbeitspensum war hoch, und wir haben gemerkt, dass wir Teil einer super Logistik sind und wirklich etwas bewegen können. Das tut gut, motiviert und zeigt mir, dass diese Verbindungen wahnsinnig wichtig sind.

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Mehr Chance als Risiko - Arbeiten im Homeoffice

Der Wandel von Arbeitswelten aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung war schon vor Corona ein Thema. Die Pandemie hat diesen Wandel beschleunigt und die Diskussion um die Frage „Wie werden und wollen wir in Zukunft arbeiten?“ neu befeuert. Plötzlich fanden sich zahllose Menschen im Homeoffice wieder und mussten sich mit einer neuen Arbeitssituation auseinandersetzen. Auch die Logistik-Community beschäftigt das Thema, wie die Titel verschiedener Online-Veranstaltungen aus den Regionalgruppen belegen. Die Regionalgruppe Weser/Ems beispielsweise beleuchtete Mitte Juli bei ihrer Veranstaltung „Digitale Zusammenarbeit professionell – eine Orientierungshilfe“ unter anderem verschiedene Tools für die Online-Zusammenarbeit. Dafür hatten die Organisatoren als Gäste Dietmar Heijenga, Geschäftsführer der Kurswechsel Unternehmensberatung GmbH, und Sven Sieverding, Office-365-Consultant bei der HEC GmbH, eingeladen. Das Netzwerk Young Professionals stellte bei seiner Veranstaltung „Wandel von Arbeitswelten von Wasserfall zu agil, von Papier zu digital“ die menschliche Seite des neuen Handelns in den Mittelpunkt – schließlich bedeutet das Arbeiten im Homeoffice eine Herausforderung für jeden Einzelnen. Etablierte Verhaltensmuster zu verändern, ist gar nicht so einfach, das weiß jeder aus eigener Erfahrung. Den theoretischen Hintergrund lieferte Maya Beisner, angehender Coach und Kundalini-Yoga-Lehrerin, mit Auszügen aus ihrer Master-Arbeit. Dazu nahm sie die Zuhörer mit auf Exkursionen in die Neurobiologie und die Quantenphysik und gab Tipps, wie sich eingefahrene Gedankenstrukturen lösen lassen. Schon Albert Einstein sagte: „Probleme kann man nicht mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Coach Antoinette Beckert erläuterte, vor welchen Herausforderungen Führungskräfte in der aktuellen Situation stehen. Herkömmliche Führungskonzepte kommen laut Beckert jetzt an ihre Grenzen – Führungskräfte stehen vor der Aufgabe, eine Transformation anzustoßen, gleichzeitig aber auch loszulassen. Das bekräftigen die Ergebnisse einer Kurzumfrage der BVL-Geschäftsstelle aus dem Juli: 75,7 Prozent der Umfrageteilnehmer halten es für essenziell, neue Kommunikationsprozesse zu entwickeln und dafür zu sorgen, dass die Teammitglieder diese auch einhalten. Gleichzeitig sagen 62,9 Prozent, dass die Mitarbeiter im Homeoffice produktiver sind. Gut die Hälfte (51,4 Prozent) plädiert dennoch dafür, Homeoffice insgesamt in Maßen zu nutzen, weil sonst das Teamgefühl verloren gehen kann.

Alle Ergebniss der Umfrage finden sich hier