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Logistik-Indikator im ersten Qaurtal 2011

Logistikkonjunktur in Deutschland stabilisiert sich auf hohem Niveau – Ausbaupläne für die Güterverkehrsinfrastruktur sind unzureichend

Die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Logistikwirtschaft ist zum Jahresauftakt kräftig aufwärts gerichtet. Der Klimawert des Logistik-Indikators, den das Institut für Weltwirtschaft im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) berechnet, reicht im laufenden Quartal (Februarbefragung) mit einem Niveau von 147,8 Zählern zwar nicht ganz an das Vorquartalsergebnis heran (Rückgang um 4,4 Prozent), gemessen am konjunkturellen Normalniveau von 100 Punkten stehen die Zeichen aber weiterhin eindeutig auf Expansion. Die geringfügige Klimaeintrübung geht ausschließlich auf eine etwas ungünstigere Lageeinschätzung zurück (Abschwächung um 9,4 Prozent), während sich die Ewartungskomponente unverändert robust zeigt und sogar leicht um ein Prozent zulegen kann. Dieses Bild gilt nahezu deckungsgleich für beide Marktseiten. Allerdings haben sich auf der Anbieterseite (Logistikdienstleister) die Lage- und Erwartungskomponente auseinander entwickelt (Erwartungsvorsprung von 12 Indexpunkten), während auf der Anwenderseite (Industrie und Handel) nunmehr beide praktisch gleichauf liegen.

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Der Logistik-Indikator wird vom Institut für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel für die Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) berechnet. Konstruktionsgemäß kann der Indikator Werte zwischen 0 und 200 annehmen, wobei ein Wert von 100 eine konjunkturelle Normalsituation kennzeichnet (befriedigende und stabile Geschäfts- und Auftragslage mit normaler Kapazitätsauslastung).

Die Werte beruhen auf der quartalsweisen Expertenbefragung von 200 deutschen Unternehmen, für die Logistikleistungen eine besondere Rolle spielt. Dieses Panel besteht zur Hälfte aus Logistikdienstleistern (Anbieterseite) sowie aus Industrie-und Handelsunternehmen (Anwenderseite). Die Befragung läuft jeweils in der ersten Hälfte des mittleren Quartalsmonats.

Diese Kommentierung fußt auf der bislang absehbaren Entwicklung der erhobenen Befragungskomponenten. Die Verdichtung zu den vorgestellten Gesamt- und Teilindikatoren ist auf der bisherigen Datengrundlage nur als erste Rechnung möglich. Das dem Indikatorkonzept zugrunde liegende Fragedesign zielt bei quartalsbezogenen Angaben auf eine Einschätzung der jahreszeitlich üblichen (um saisonale Effekte bereinigten) Werte ab. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass sich im Antwortverhalten noch Saisoneffekte niederschlagen. Diese können zukünftig (nach längerer Laufzeit des Indikators) statistisch herausgerechnet werden. Darüber hinaus sind zukünftig auch Untersuchungen zu den zeitlichen Vorlaufeigenschaften sowohl zur sektoralen als auch zur gesamtwirtschaftlichen Konjunkturentwicklung möglich. Diese werden vom IfW durchgeführt, sobald die dazu notwendige Datengrundlage erreicht ist.

Downloads
ausführliche Ergebnisse  (PDF, 295 kb)
Kommentar des ifw  (PDF, 323 kb)
Kommentar der BVL  (PDF, 92 kb)
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