28 Sep 16

Urban Logistics – wie sieht die Zukunft des Lieferverkehrs aus?

Ein beherrschendes Thema der gerade in Hannover stattfindenden IAA Nutzfahrzeuge ist die Zukunft von Transport und Logistik. Der eCommerce boomt und wächst weiter rasant, laut einer aktuellen Studie von McKinsey („The future of last mile“, 2016) ist damit zu rechnen, dass sich bis zum Jahr 2025 das Paketvolumen in Deutschland auf ca. 5 Milliarden verdoppeln wird. Das stellt eine enorme Herausforderung für die Logistik dar: Zum einen können schon heute nahezu 50% aller Pakete nicht beim ersten Versuch direkt an den Empfänger zugestellt werden. Dies sorgt nicht nur für Frust beim Paketempfänger, sondern verursacht zusätzliche Fahrten zur erneuten Anlieferung bzw. zur Abholung des Pakets in der Postfiliale etc. Zum anderen wird der Verkehr in unseren Innenstädten durch Lieferfahrzeuge und deren Abgase extrem belastet. Hier sind dringend Konzepte erforderlich, die nicht nur dafür sorgen, dass die Zustellung zum Endkunden gesichert ist, sondern auch zum Ziel des CO2-neutralen Warentransports in Innenstädten, das laut Weißbuch der EU bis 2030 erreicht sein soll, beitragen.

Kreativ und ausgefallen = praktikabel?

Jeden Tag geistern futuristische Projekte zur Lösung des Last-Mile-Problems durch die Presse. Sei es die Zustellung durch Drohnen in der Luft oder durch Lieferroboter, die auf Gehwegen umher flitzen sollen. Das hört sich alles spektakulär an und mag für Einzelsituationen funktionieren, Lösungen für die breite Masse sind das allerdings nicht. Schon heute schlägt die Luftaufsicht Alarm aufgrund der Gefährdung des Flugverkehrs durch Drohnen. Und die niedlichen Roboter sind weder gegen Vandalismus gefeit, noch können sie schon selbständig rote Ampeln überqueren. Auch die „herkömmlichen“ Konzepte der Paketdienstleister wie Zeitfensterzustellungen oder auch Paketkästen vor der Haustür sind keine optimalen Lösungen. Die Zeitfenster sind oftmals ungenau und bieten dem Empfänger wenig Flexibilität. Paketkästen und -boxen sind, abgesehen vom Platzbedarf, für den Empfänger keine preisgünstige Alternative. Zudem wird hier weder der Lieferverkehr reduziert noch der CO2-Ausstoß verringert.

Liegt die Lösung vor der eigenen Haustür – oder noch näher?

Gerade unter dem Aspekt der Reduzierung von Verkehrsaufkommen und C02-Ausstoß, muss man hinterfragen, ob die Lösung wirklich vor der Haustür des Empfängers liegt? Macht es nicht vielmehr Sinn, Pakete gebündelt an Ort anzuliefern, an denen sich die Empfänger tagsüber sowieso aufhalten? Für nahezu 50% aller Deutschen ist das der Arbeitsplatz. Daher haben wir nach einer Lösung gesucht, mit denen Unternehmen ihren Mitarbeitern den Paketempfang dort ermöglichen können und die mit jedem Paketdienstleister funktioniert. Das Ergebnis ist pakadoo: eine innovativer softwarebasierter Service, mit dem Privatpakete sofort identifiziert und getrennt abgewickelt werden können – mit geringem Aufwand und sauberem Gefahrenübergang, kostenlos für Unternehmer und Mitarbeiter, sprich Paketempfänger.

Diskussionsbedarf?

Haben Sie Lust, mit dem pakadoo Team über innovative  Konzepte zu diskutieren? Sie treffen uns nicht nur bei meinem Vortrag auf dem IAA-Kongress zum Thema „Urbane Logistik der Zukunft“, sondern natürlich auch auf dem diesjährigen BVL-Kongress in Berlin am Stand der LGI Logistics Group International GmbH im Pavillon.

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